BESTECHUNG UND BESTECHLICHKEIT IM WIRTSCHAFTSSTRAFRECHT

Korruption, Untreue, Bestechung oder Schwarze Kassen im geschäftlichen Verkehr oder bei Amtsdelikten

Untreue ist ein auch für Laien erkennbares Vermögensdelikt. Wie aber können wirtschaftliche Zuwiderhandlungen z. B. in einem Unternehmen eingestuft werden, die unter Ordnungswidrigkeiten fallen: Droht dem Unternehmen eine Geldbuße oder greifen die sog. Zurechnungsvorschriften, die das Handeln für einen anderen i.S.d. § 9 OWiG abgren-zen? So kann plötzlich das Handeln Ihres Mitarbeiters Ihnen als Führungskraft zugerechnet werden ...

Hier sollten Sie uns sofort einschalten, um möglichen zivilrechtlichen oder wettbewerbsrechtlichen bzw. imageschädigenden Konsequenzen stategisch klug begegnen zu können.

Beugen Sie vor und erstellen Richtlinien, die Ihren Mitarbeitern klare Handlungsmaßnahmen vorgeben. Wir beraten Sie gern dazu.

 

Jetzt Termin anfragen ›

Wo fängt eine Bestechung an?

Wer handelt korrupt, indem er seine Machtstellung für seinen eigenen oder den Vorteil anderer missbraucht (sog. Angestelltenbestechung, § 299 StGB)? Zählt bereits eine Einladung zum Abendessen dazu oder ein kleines Präsent?

Hier ist die Definition schwierig und sollte unter arbeitsrechtlichen Aspekten zeitnah mit uns besprochen werden: Denn der Arbeitgeber kann während der Ermittlung bereits eine Verdachtskündigung aussprechen, die existenzbedrohend werden kann. Bei Amtsdelikten setzen sich die §§ 331 ff. StGB mit einer möglichen Vorteilsannahme, Bestechlichkeit, Bestechung oder Vorteilsgewährung auseinander.

Untreue oder Veruntreuung?

Strafbar ist beides, setzt jedoch andere Grundlagen voraus. Untreue: Eine Person  bevollmächtigt eine andere, fremdes Vermögen zu verwalten (§ 266 StGB): gesetzliche, behördliche oder kraft Rechtsgeschäft bestehende Vermögensbetreuungsbefugnis.

Bei einer Veruntreuung benötigt man keine rechtliche Befugnis. Sie bezieht sich auf körperliche Sachen, die entweder später zurückgegeben, an jemanden weitergereicht oder zu einem bestimmten Zweck verwendet werden sollten (§ 133 StGB). Hier wird eine tatsächliche Verfügungsmöglichkeit ausgenutzt (z. B. die Entnahme von anvertrauten Eintrittsgeldern aus der Kasse für eigene Belange).

Bei der Untreue wird die Befugnis missbraucht und das Vermögen geschädigt, wie z. B. durch eine Verminderung der Aktiva, einer Vermehrung der Passiva oder einen entgan-genen Gewinn (Beispiel: Abbuchen von Firmengeldern auf das eigene Konto). Eine Untreue mit Treubruch verlangt lediglich die Verletzung der Vermögensbetreuungspflicht.

 

Setzen Sie sich im Falle der Untreue zeitnah mit uns in Verbindung, damit wir Einblick in die Ermittlungsakten nehmen können.

Korruption - ab wann ist gilt man bereits als bestechlich? Untreue - Missbrauch oder Treubruch? Schalten Sie in jedem Falle schon im Ermitt-lungsverfahren einen Experten ein.