EIN VERMÄCHTNIS MUSS VON DEN REGULÄREN ERBEN EINGEFORDERT WERDEN

Ein Vermächtnis ist kein Erbanspruch

Ein Vermächtnis ist eine Regelung für einen Teil oder Gegenstand eines Nachlasses, die im Testament formuliert wird.

Wurde Ihnen etwas vermacht, so haben Sie keine Möglichkeit, dieses Vermächtnis beim Nachlassgericht einzufordern, denn schuldrechtlich betrachtet, sind Sie als Vermächtnisnehmer nicht automatisch ein Erbe. Sollte der Erblasser also keine konkreten Angaben gemacht haben, wann Sie Ihr Vermächtnis erhalten, müssen Sie dieses von den Erben einfordern.

Als Vermächtnisnehmer können Sie Personen, jedoch auch Stiftungen oder Vereine einsetzen.

 

Als Erbe eines Erblassers können Sie jedoch zusätzlich Vermächtnisnehmer sein, wenn Ihnen dieser z.B. einen persönlichen Gegenstand vermacht.

Ein Vermächtnis bedarf allerdings immer einer schriftlichen Formulierung!

 

Bei der Aufsetzung eines Testamentes, das zugleich auch Regelungen über Ihr Vermächtnis enthalten soll, empfehlen wir unseren fachlichen Rat, um Missverständnissen in Bezug auf die tatsächliche Bedeutung der Begriffe "Erbe" und "Vermächtnis" vorzubeugen.

 

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In seinem Testament kann ein Erblasser seine Erben bestimmen - und auch Vermächtnisnehmer für einzelne Nachlass-Gegenstände.